Montagsfrage: Gibt es ein Zitat aus einem Buch, dass dir in letzter Zeit (oder überhaupt) im Gedächtnis geblieben ist?

Es ist Montag. Das Buchfresserchen stellt eine Frage. 🙂

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Da ich nach wie vor nicht zum Lesen komme, wie ich es möchte und wenn, dann eher Sachbücher bevorzuge, ist mir in letzter Zeit kein Zitat aus einem Buch im Gedächtnis geblieben. Generell ist das so eine Sache mit dem Gedächtnis, seit dem ich voll berufstätig bin. Der Thalamus lässt nur sehr wenig aus dem Alltag durch zum Cortex, aber ich schweife ab.

Aus meiner unschuldigen, jugendlichen, büchersüchtigen Phase so vor 10 Jahren (ich fühle mich immer so alt, wenn ich solche Sätze benutze), sind einige Zitate erhalten und zum Glück noch nicht überschrieben worden. Da ein Großteil der Adoleszenz von Tolkien geprägt war, wird ein Zitat einer seiner Figuren natürlich zuerst genannt:

„All we have to decide is what to do with the time that is given to us.“ Gandalf – The Lord of the Rings

Andere weise Worte aus einem ganz anderen Universum und ganz sicher vielfach zitiert:

„Of course it is happening in your head, Harry, but why on earth should that mean that it is not real?“ Dumbledore – Harry Potter

Zwar nicht aus einem Buch, aber vom Autor meiner liebsten Buchreihe „His dark materials“ stammt:
„Stories are the most important things in the world. Without stories we wouldn’t be human beings at all.“ Philip Pullman

In meinem Kopf spuken weitere Zitate, wobei ich mich manchmal frage, wie wörtlich ich sie mir eigentlich gemerkt habe. So oder so, viele Sätze, Passagen, Absätze, Kapitel und Geschichten hinterlassen einen bleibenden Eindruck und sicher kennt das der eine oder andere, dass man für einen selbst besondere Ausschnitte wieder und wieder liest und so prägt sich das eine oder eine ein und bleibt ein Weilchen, vielleicht für immer. Es gab eine Zeit, da habe ich mir besondere Zitate tatsächlich direkt herausgeschrieben, um sie gebündelt für mich zum Nachlesen zu haben. Wo das Notizbuch wohl hingekommen ist?

Ich wünsche eine schöne Woche 😉

Der perfekte Arbeitsplatz

Mit dem Arbeitszimmer geht es voran. Inzwischen ist mehr Regal gekauft, aufgebaut und gestellt worden und ich konnte fröhlich eine Rohversion der Bestückung vornehmen. Klebezettel zeigen an, wo Optimierungsbedarf ist, aber insgesamt ist es ein Fortschritt.

Anfang dieser Woche ergab sich außerdem spontan ein Zeitfenster, meinen neuen Schreibtisch zu entwerfen und ich hoffe so sehr, dass die Umsetzung meinen Vorstellungen entsprechen wird. (Aktuell bin ich verliebt in Sandeiche  ❤ und auf der Suche nach einer Tischplatte in diesem Holz.)

Um die Produktivität und das Wohlfühlpotential an diesem Schreibtisch noch zu erhöhen, habe ich so vor mich hingesponnen und überlegt, dass es doch grundsätzlich eine gute Idee wäre, eine Kaffeemaschine direkt am Schreibtisch zu haben. Keine Maschine für Filterkaffee (da müsste man ja für jede Kanne eine Wasserquelle aufsuchen) oder Padmaschine (die machen eher ekligen Kaffee) oder Kapselmaschine (den Plastikmüll könnte ich nicht verantworten), aber gibt es vielleicht einen Vollautomaten in Schreibtischgröße, Miniatur sozusagen mit akzeptablem Wassertank? Einen von zwei geplanten Rollcontainern könnte man außerdem durch einen Minikühlschrank ersetzen für Milch und Snacks und das Notbier, wenn man wieder gar nichts funktionieren möchte. Des Weiteren plane ich einen digitalen Katalog für mein Ordnungssystem anzulegen und einen Roboterarm zu installieren, der mir per Eingabe über PC oder die noch zu programmierende Smartphone-App die richtigen Materialien anreicht und/oder bereitlegt, so spare ich mir jegliche unnötige Bewegung, was deutlich energieeffizienteres Arbeiten ermöglicht. Ein weiterer Wandschrank muss außerdem noch ausgesucht werden, um den einklappbaren Physiotherapeuten zu lagern, der nach Bedarf in Aktion tritt, um den verspannten Schulternackenbereich zu massieren und so ebenfalls das Wohlgefühl am Arbeitsplatz erhöhen und zur Produktivität beitragen wird. So wird es fast nicht mehr notwendig sein, während Arbeitsphasen aufzustehen. Wobei… manche körperlichen Bedürfnisse noch ein Hindernis darstellen könnten – insbesondere bei hohem Kaffeekonsum. Ich glaube, ich spreche mal mit der Vermieterin, wie die Rohre im Haus verlaufen und wie offen sie eventuellen Wohnungsumgestaltungen ist. Sehr inspirierend diesbezüglich fand ich nämlich die Idee der Hauptfigur in Graeme Simsions Der Rosie-Effekt (ansonsten ein eher durchschnittlicher Roman, der erste der Reihe hat aber durchaus Unterhaltungspotential), sich ein Büro im zweiten Badezimmer seiner Wohnung einzurichten. Der Toilettensitz diente natürlich als Bürostuhl.

Ich bin sicher, das ist das Modell der Zukunft, was den perfekten Arbeitsplatz angeht und ich werde der Trendsetter sein. Glaubt mir, spätestens in ein paar Monaten, wird ihn jeder, der viel von zu Hause arbeitet, so gestalten wollen. – Ich bestelle mir dann mal ein erstes Modell eines Physiotherapeuten (gibt sicher gute Angebote auf Amazon) und gehe in die erste Testphase.

Chaos im Zwischenzustand – Arbeitszimmer nach einem Umzug

Die Materialmenge des Arbeitszimmers ist konstant, die Entropie des Arbeitszimmers strebt immer einem Maximum zu. Ein Umzug wirkt hier zusätzlich als Katalysator.

Ich bin ein Chaosmensch. Ich finde mich in meinem eigenen Chaos sehr gut zurecht. Dass sich mein eigenes Chaos aktuell in einem diffusen Zwischenzustand befindet, das macht mich fertig. Grundsätzlich habe ich so geschickt gepackt, dass ich arbeitsfähig bin und die notwendigsten Dinge griffbereit habe, aber vieles andere wurde so gepackt, dass die Gewichtsverteilung in den Kisten und Kartons stimmig war. (Warum ist Papier eigentlich so schwer?!) Aktuell mangelt es noch an einer essentiellen Sache: Regal. Ich mag mein Arbeitszimmer grundsätzlich jetzt schon, ich werde es lieben, wenn es fertig ist. Ich kann den Prozess dahin allerdings nur schwer aushalten, denn ich möchte bitte JETZT SOFORT mehr Regal! Mein Kopf platzt vor Ideen, wie ich es füllen und Materialien einsortieren könnte und die Stapel und Kisten und Kartons schreien mich wahlweise an oder lachen mich aus, und auch wenn mein Ordnungssystem für andere kaum durchschaubar ist, so wirke ich damit doch meinem persönlichen Alptraum von Entropie, der mich aktuell umgibt, sinnvoll entgegen. Schließlich reicht es, wenn ich mich darin zurechtfinde. Ich will und werde das Chaos beherrschen, aber für eine Weile muss ich das Opfer temporärer Orientierungslosigkeit spielen und diese Rolle liegt mir überhaupt nicht.

Media Monday #289

Aaaand another Media Monday, ‚cause it’s still Monday!

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  1. Wenn ich so auf meine Liste/meinen Stapel ungesehener Filme blicke, dann fühle ich mich schlecht und unbesehen, weil ich mir die Zeit nicht nehme.
  2. Guardians of the Galaxy Vol. 2 allerdings ist mir auf alle Fälle einen Kinobesuch wert, denn der wird mit Sicherheit äußerst amüsant und kurzweilig.
  3. In Sachen Literatur habe ich mir derweil vorgenommen jeden Monat zwei Bücher und eine Zeitschrift zu lesen... Ich sag’s mal so: Vorgenommen ist richtig.
  4. Vielleicht finde ich ja auch endlich die Zeit, Once upon a time weiterzuschauen oder Shadowhunters oder Supernatural anzufangen (angesichts von 23124 Staffeln und extremen Sucht- und Fangirlpotentials traue ich mich allerdings noch nicht. Reiner Selbstschutz).
  5. Eine Werkschau von irgendwem/irgendwas Interessantem wäre auf jeden Fall eine gute Idee fürs Wochenende.
  6. Die (Über)Analyse der aktuellen Sherlockfolgen bereitet mir ja seit Kurzem enorme Freude, schließlich ist man in Zeiten von Netflix u. ä. selten in der Situation, es wirklich aushalten zu müssen, auf die nächste Folge zu warten.
  7. Zuletzt habe ich mind. 25 Theorien gelesen, was in der zweiten Folge der vierten Staffel (The lying detective) passieren wird und das war eine Achterbahn der Gefühle, zeitraubend, spaßig, süchtigmachend, zum Teil richtig nervig, interessant und am Ende doch ein bisschen zu energieraubend, weil letztlich alles doch ganz anders kam, als irgendwer hätte vorhersehen können.

So. And now I will be very busy, I have to drink a cup of tea. – This cup of tea, is that code?

Montagsfrage: Hast du dir schonmal vorgenommen (und es geschafft) länger kein Buch zu kaufen?

Noch ein bisschen private Produktivität vorm Schlafengehen, bevor die Tasche gepackt, das Frühstückt vorbereitet und der letzte Tee getrunken wird. Zufällig gestolpert bin ich über die

montagsfrage_banner von Bücherfresserchen, die mir deshalb sofort ins Auge gesprungen ist, weil ich eine klare Antwort darauf habe: Ja und ja.

Als Schüler war ich phasenweise und insbesondere gegen Ende der Schulzeit besessen davon, Bücher zu kaufen, zu besitzen, sie ihm Regal stehen zu haben. Dann begann mein Studium und weil ich die teure Fachliteratur oft nicht kaufen wollte, lernte ich (gezwungenermaßen), damit zu leben, mir das, was ich brauchte, nur auszuleihen. Angesichts abnehmender Zeit fürs (private, genießerische) Lesen und mangelnder finanzieller Mittel, habe ich mich selbst auf Entzug gesetzt, was das Bücherkaufen angeht und es geschafft. Meine Lösung war es, mir ein Jahresabo in der Stadtbibliothek zu holen und nur die Bücher dann noch zu kaufen, die ich nach einmaligem Lesen entweder wirklich wirklich wirklich im Regal haben oder unbedingt ein zweites Mal lesen wollte (was tatsächlich nicht oft vorkommt).

Media Monday #288

Ein frohes neues Jahr an alle, die das hier lesen sollten. Meine ersten beiden Tage des Jahres waren geprägt von Modern Family, Sherlock, Zeit mit Freunden und einem gemütlichen Sofa – eine bewusste Auszeit weit weg vom Schreibtisch. Erholung ist wichtig und sie beginnt als Lehrer oft im Kopf, weil einfach immer etwas zu tun ist. Arbeitet man nicht, denkt aber permanent „Ich müsste…“ oder „Oh verdammt, ich mache viel zu wenig und die Liste ist noch sooo lang“, stellt sich keine Entspannung ein. Im Gegenteil, es bleibt ein Gefühl von Frustration und davon, dass man seine Zeit nicht richtig genutzt hat. Um ein Ziel für das neue Jahr nicht sofort wieder aus den Augen zu verlieren, widme ich mich dem ersten Media Monday des Jahres.

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  1. In 2017 freue ich mich im Moment am meisten auf mein neues Arbeitszimmer. Ich freue mich darauf, es zu gestalten und einzurichten, einen neuen Schreibtisch selbst zu bauen, der meinen Bedürfnissen entspricht, die technische Ausstattung schrittweise zu optimieren, ein eigenes White Board (oder doch eine klassische Kreidetafel?) zu haben, um es zu einem Raum zu machen, in dem ich gerne bin und – ganz wichtig –, den ich schließen kann, wenn ich drin bin und den ich schließen kann, wenn ich nicht drin bin.
  1. Wohingegen 2016 Pokémon Sonne/Mond für mich eines der Highlights war, denn die vielen Neuerungen abseits von „Altbewährtem“ endlich frischen Wind in die Spiele bringen. Grafisch holt das Spiel alles aus dem 3DS raus und viele neue Pokémon finde ich tatsächlich gelungen.
  1. Außerdem habe ich mir fürs neue Jahr vorgenommen mich besser zu organisieren, (wieder) mehr zu lesen, regelmäßiger zu schreiben/bloggen, mehr Filme zu schauen, einige Serien aufzuholen und möglichst auch darüber zu reden.
  1. Und nachdem ich an/zwischen den Feiertagen weiterhin viel gegessen und Zeit mit Menschen verbracht habe und trotzdem ein bisschen geplant habe, wende ich mich nun wieder fokussierter meiner Arbeit zu.
  1. Bleibt nur zu hoffen, dass die Pläne eingehalten werden und ich mir anstelle von Intermezzos bewusster Zeiträume schaffen kann, mich mit Filmen/Serien/Videospielen/Büchern/Menschen zu beschäftigen und einen produktiven Umgang damit finde, dass ich sowieso immer zu viel und zu schnell möchte. (Wann wäre wohl ein guter Zeitpunkt, die aktuelle Sherlock-Folge ein drittes Mal anzusehen?)
  1. Immerhin wird in diesem Jahr aber vieles motivierter und hoffentlich vor allem bewusster angegangen.
  1. Zuletzt habe ich die neue Sherlockfolge ein zweites Mal gesehen und das war großartig, weil ich normalerweise von Wiederholungen schnell gelangweilt bin, diese Serie aber wieder und wieder anschauen kann, bis ich die meisten Dialoge auswendig mitsprechen kann.

Media Monday #287

Gerade erst zufällig bei der Singenden Lehrerin entdeckt, möchte ich trotzdem noch am Media Monday teilnehmen, weil mir die Fragen spontan sehr gefallen.

Man möge mir verzeihen, dass es strenggenommen ein Media Tuesday ist. Gefühlt ist nach den Feiertagen aber ja vielleicht nicht nur bei mir erst Montag.

media-monday-2871. Lag bei dir etwas in Richtung Film/Buch/etc. unter dem Weihnachtsbaum (sofern vorhanden)? Es lag zwar nicht unterm Weihnachtsbaum, aber von einer Freundin bekam ich ein „Meditations-Malbuch. Ein Anti-Stress-Vergnügen“.

2. Hast oder wirst du selbst auch etwas in der Richtung verschenken und wenn ja, was (sofern du es an dieser Stelle verraten kannst)? Meine Schwester bekam auf Wunsch von mir die 10. Staffel „Supernatural“, die sie sabbernd entgegennahm.

3.Gibt es etwas, dass du dir nach den Weihnachtstagen noch unbedingt wirst kaufen müssen, sofern niemand es dir schenkt? Ein Sofa.

4. Der beste Weihnachtsfilm, den ich in diesem Jahr gesehen habe, ob zum ersten oder wiederholten Male, war Kevin allein zu Haus. Ob der Film wirklich gut ist, darüber kann man sicher streiten. Aber ich war in diesem Jahr sehr überrascht, wie viel Spaß ich an dem Film hatte.

5. Besonders freue ich mich zur Weihnachtszeit immer darüber, Freunde und Familie zu sehen, die man im Alltag oft viel zu selten zu Gesicht bekommt.

6. Wohingegen mich ein strenger Zeitplan zu Weihnachten einfach nur noch nervt, weil es meistens die Stimmung verdirbt, wenn eine Person oder mehrere Personen darauf besteht/en, dass bestimmte Dinge in einer bestimmten Reihenfolge geschehen und es persönlich nimmt/nehmen, wenn man den Ablauf nicht so wichtig nimmt wie sie.

7. Die freien Tage habe ich genutzt beziehungsweise werde ich nutzen, um mich endlich Planungen für das endende Halbjahr und das neue (Schulhalb)Jahr (inkl. Umzug) zu widmen.

Genießt die Zeit zwischen den Feiertagen!